Die Bonner Kinowoche (6. November bis 12. November): Cinescuela, Matisse und Edward Snowden

Jardin_de_Amapolas-2Im Mittelpunkt dieser Kinowoche steht das Festival Cinescuela und mit ihm spanischsprachige Filme. Außerdem startet mit großen Erwartungen Interstellar von Regisseur Christopher Nolan, das Nachkriegsdrama Im Labyrinth des Schweigens mit Alexander Fehling in der Hauptrolle und außerdem der Dokumentarfilm Citizenfour über den Whistleblower Edward Snowden. Im Rex sind Werke des Künstlers Henri Matisse auf der Leinwand zu sehen.

Das Filmfest Cinescuela ist eigentlich ein Schulfilmfestival, aber die Bonner Kinemathek in der Brotfabrik zeigt die spanischsprachigen Filme auch abends. Eine prima Gelegnheit, Filme aus Spanien und Lateinamerika zu sehen, die es nicht in die deutschen Kinos geschafft haben. Da ist zum Beispiel die mexikanische Tragikomödie Los insólitos peces gato (Der wundersame Katzenfisch), der Eröffnungsfilm des Festivals, ein warmherziges Drama über eine junge Frau, die im Krankenhaus eine Aids-Patientin kennenlernt und immer mehr in deren Familie integriert wird (Freitag, 7. November, 19 Uhr).

Tief in die Geschichte Kolumbiens taucht das Drama Jardín de Amapolas (Mohnblumenwiese) ein. Ein Vater und sein neunjähriger Sohn bekommen durch die illegale Arbeit auf einem kolumbianischen Mohnfeld Probleme (Montag, 10. November, 19 Uhr).

Die Geschichte Spaniens untersucht dann die Dokumentation Los Colonos del Caudillo (Franco’s Settlers): Wie kann es sein, dass es in Spanien immer noch ein Dorf gibt, das nach dem faschistischen Diktator, dem Caudillo (Führer), benannt ist? Der Dokumentarfilm kommt der Geschichte des Ortes Llanos del Caudillo in der Region La Mancha auf die Spur und gibt Hintergrundinformationen zur Franco-Zeit. Der Filmemacher Dietmar Post ist anwesend und diskutiert nach dem Film mit den Zuschauern (Dienstag, 11. November, 20 Uhr).

In Spanien ist auch die Komödie Ocho Apellidos Vascos (Acht Namen für die Liebe) angesiedelt: Rafa aus Sevilla hat Andalusien nie verlassen. Doch dann verliebt er sich in Amaia. Um das Herz der patriotischen Baskin zu gewinnen, reist er in den Norden Spaniens und muss sich sogar selbst als Baske ausgeben – was, von der Frisur bis zur Sprache und den komplizierten baskischen Nachnamen, gar nicht so einfach ist (Mittwoch, 12. November, 19 Uhr).

Mit großen Erwartungen startet in dieser Kinowoche Christopher Nolan neuer Film Interstellar in den deutschen Kinos. Der Science-Fiction-Film ist im WOKI im Original mit deutschen Untertiteln zu sehen (Sonntag, 9. November, 19:30 Uhr), im Kinopolis hingegen im Original ohne Untertitel (täglich um 16:20 Uhr, Donnerstag, Sonntag, Montag und Mittwoch zusätzlich um 20 Uhr).

Ebenfalls an diesem Donnerstag startet das sehenswerte deutsche Nachrkiegsdrama Im Labyrinth des Schweigens mit Alexander Fehling in der Hauptrolle (täglich im Kinopolis in Bad Godesberg und in den Stern-Lichtspielen am Marktplatz).

Und noch ein Neustart verdient eine besondere Erwähnung: Es handelt sich dabei um den Dokumentarfilm Citizenfour über Edward Snowden. Die Neue Filmbühne zeigt das Werk der Filmemacherin Laura Poitras im Original mit deutschen Untertiteln (Donnerstag bis Sonntag, 17 Uhr und Mittwoch, 21 Uhr).

Ein interessantes Projekt startet das Rex. Das Kino in Endenich zeigt Kunst auf der Leinwand, das Ganze nennt sich dann Exhibition on Screen. Los geht’s mit dem französischen Maler Henri Matisse, dessen Werke aus dem MoMA New York und der Tate Gallery of Modern Art in London zu sehen sind (Sonntag, 11 Uhr und Mittwoch, 16 Uhr).

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